Ich kenne dich mittlerweile ganz gut, aber hellsehen kann ich leider noch nicht.
Ich merke immer nur, dass etwas nicht stimmt, dass dich etwas beschäftigt.
Ich merke es daran, dass du mich allein lässt. Ich auf einmal einsam bin, obwohl dein Körper da ist. Ich hasse dieses Gefühl. Dieses Gefühl, das sich langsam durch meinen Körper quält. Unaufhaltsam, kalt, nutzlos.
Es macht mich einfach nur traurig und es tut mir leid, dass es eine solche "Kiste" in deinem Kopf gibt.
Ich gebe mir Mühe, dass in diese Kiste keine neuen Dinge wandern müssen, aber scheinbar....
Scheinbar werden mich die Geister meiner Vergangenheit immer wieder einholen.
Das macht mich traurig.
Just tell me
hunting ghosts
in meinem kopf gibt es eine kiste die ich selten öffne. da sind dinge drin, die ich vergessen will, die mich verunsichern, die das gemeine bauchgefühl machen, von dem man tagelang was hat. sie ist nicht randvoll, aber kaum was drin ist auch nicht - der inhalt ist hochgefährlich und wenn ich mich der kiste nur auf einen meter nähere, rappelt es in ihr und sie springt umher wie eine wild gewordene waschmaschine.
aber gefahr verführt und manchmal mache ich es doch. manchmal greift meine hand nach dem deckel und hebt ihn vorsichtig an. nur ein kleines bisschen, gerade so viel das ich schauen kann, ob noch alles drin ist. und dann springt es mich an.
es verdreht meinen kopf und legt sich wie blei auf den magen. es nagt an meiner seele und treibt mein herz in panische schläge. es sät missgunst und zweifel. ich mag das nicht. denn es tut weh.
das ich wieder an der kiste war, mag ich dich nicht wissen lassen, denn ich halte es für mein problem. ich muss selber und will selber den deckel schliessen und deshalb halte ich mich lange in meinem kopf auf, wo ich mich wieder und wieder gegen das alte holz stemme um endlich meine ruhe zu haben.
aber es macht mich schwach und traurig. wahrscheinlich ein bisschen verstört und manchmal böse.
das kuckst du dir dann ein bisschen an, bis du nachfragst.
bis du vor mir sitzt, mit grossen augen und sagst: was ist denn eigentlich los mit dir? und nach einigem wehren und zieren lass ich es dann raus.
den einen gedanken, den einen schmerz.
und es ist so erlösend, wenn dann die tränen kullern und ich merke, daß ich doch gar nicht so stark bin, wie ich dachte. und bin so froh, daß die eiseskälte aus den gliedern weicht, diese verdammte starre in die ich verfalle um möglichst wenig zu fühlen, bitte.
dann bin ich plötzlich erleichtert es los geworden zu sein. gleichzeitig ist es mir peinlich und ein bisschen schäme ich mich dafür.
ich weiss, daß es die kiste immer geben wird und ich weiss auch, daß es tage geben wird, an denen ich sie wieder ein stück weit öffne. aber die tage werden immer seltener werden und vielleicht, ganz vielleicht, hab ich irgendwann vergessen wo die kiste steht.
so lange das so ist, weiß ich aber auch, daß du mich ernst nimmst dann, das du da bist und dir zeit nimmst. wie man das eben so macht mit manischem. in die arme nehmen, lieb haben, nicht los lassen. bis es besser wird, bis es endlich irgendwann vorbei ist.
danke. ich liebe dich.
Cow Girl
Goddess
Still on my mind
Immer noch in meinem Kopf. Präsent wie auf diesem Bild von gestern.
Gestern, Vorgestern. Das Wochenende.
Nein, DAS Wochenende.
Es passte alles zusammen. Nein, wir passend perfekt zusammen.
Welt egal. Zeit egal. Ort egal.
Alles um mich herum auf lautlos, stumm geschaltet.
Teilnamslos. Unwichtig. Nicht wahrgenommen.
Du als Mittelpunkt meines Universums.
Angezogen wie die Motto ins Licht.
Hypnotisiert durh deine Anwesenheit.
Blutleer im Kopf.
Starrend.
lieblingsstellung?
ja. immer die, in der du mich vor dem orgsamus hertreibst. immer die, in der ich meine stimme aus der ferne höre.
immer die, in der ich mich am offensten anbieten kann. immer die, in der du am tiefsten in mir sein kannst. immer die, in der der ich gegenatme, weil du so riesig bist. immer die, in der ich dich zu beginn aufnehme. immer die, in der du mich streicheln kannst. immer die, in der ich deine brustwarzen lecken kann. immer die, in der dein kopf zwischen meinen versinkt.
die, die deine blick starr und meine hüften wild werden lässt - uns zwei ineinader rotierend macht und in einem erlösenden rausch endet und neu beginnt.
immer die.
such dir einfach eine aus.
heute morgen
heute morgen, auf dem weg zum job, hab ich meinen chef getroffen. wir sind zusammen gefahren und er war entspannend entspannt, ja fast privat. fast wie ein guter kumpel - denn er war eigentlich schon im urlaub und "nachmittags geht´s los - mit der familie auf den bauernhof - da haben wir zwei ein bisschen ruhe *zwinker, zwinker*"
oh wie nett - und wie geht´s eigentlich zuhaus - jetzt nach dem umzug - du bist doch nach xxx gezogen, der liebe wegen, geht denn das gut mit der strecke? - und? glücklich? wie schön - sieht man dir auch an - also nicht falsch verstehen - räusper - ist ja auch gut für unsere produktivität - endlosschleife - endlosschleife - endlosschleife.
und dann die beste frage des tages: was macht deine freund jetzt eigentlich?
und auf meinem gesicht verwandelt sich das professionelle grinsen in ein spürbar romantisches.
ich lächle und erzähle - knapp gefasst, aber mit dem angemessenen stolz. das du jetzt, wo du jetzt, warum du jetzt.
und ich seh dich dabei und ich spür dich dabei und ich befinde mich in meinem lieblingsthema.
und ich bemerke wie der chef die krallen ausfährt und die egomaschine läuft.
und fast tut er mir leid - aber nur fast.
und so, ich und meine trophäe, du, auf dem weg zur arbeit und alles andere egal.
denn das war der schalter zum kopfkino und der tag im lack.
selbst schuld wer mir die chance gibt. gewinnen tun immer wir. liebe dich.
Stellungsfrage
Sag mal, was ist zur Zeit eigentlich deine Lieblingsstellung? Hast du eine? Was fühlt sich am besten an?
Am liebsten oben? Oder lieber unten? Beine entspannt. Beine zurückgedrückt? Von hinten? Den Kopf nach unten gedrückt? Im Stehen? An den Hüften gepackt?
Meine Lieblingsstellung ist tatsächlich von hinten zur Zeit. Deinen Kopf auf die Matraze gedrückt. Dein Hintern nach oben gereckt. Tief in dir.
Feierabend
Auf dem Weg nach Hause. Als Pendler. Allein im Auto. Viele Kilommeter, die unter meinen Reifen durch laufen - auf dem Weg zu dir.
Genervte Menschen neben mir an der roten Ampel. Genervte Menschen hinter mir, an meiner Stossstange klebend.
Doch das ist alles egal, denn ich weiss, dass ich gleich den Schlüssel herumdrehen und von dir empfangen werde.
Ein Lächeln im Gesicht, wenn ich an diesen Moment denke. Schön. Zu Hause ankommen. Zufrieden. Entspannt.
Ich liebe dich. Sehr. immer mehr.
Möchte nicht mehr tauschen. Nie mehr.
Schön.
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